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Psychotherapie

„Im Leben stolpern wir über unsere Begabungen, nicht über unsere Schwächen“

Dieses Sprichwort umschreibt seit Jahren einen zentralen Gesichtspunkt meiner psychotherapeutischen Gespräche, Interventionen und Bemühungen. Ein achtsamer Umgang mit unseren Begabungen und eine dosierter Einsatz unserer Stärken helfen bei psychischen Schwierigkeiten und Andersartigkeiten meines Erachtens besser als ein leistungsorientiertes Analysieren und Erlernen von Fähigkeiten oder Überwinden von Schwächen.

Die Psychotherapie steht im Zentrum meiner Behandlungen. Medikamente werden nach Bedarf mit einbezogen. Auf einem systemtherapeutischen Boden kombinieren sich in meinen Therapien verhaltenstherapeutische Methoden, insbesondere aus der Akzeptanz-Commitmenttherapie und emotionsfokussierte Prinzipien mit biologischen Ansätzen und analytischen Elementen. Eine humanistische Grundhaltung mit absoluter Wertschätzung des menschlichen Lebens bildet die Grundlage meines psychotherapeutischen Handelns.

Systemtherapie

In einem Text der Schweizerischen Gesellschaft für Systemtherapie, SGS (heute systemis.ch), vom 19.5.1991 wird systemische Therapie und Beratung wie folgt definiert:
Die Systemsicht menschlichen Verhaltens greift auf die allgemeine Systemtheorie zurück und basiert auf verschiedenen wissenschaftlichen Konzepten, welche die Wechselwirkung zwischen Individuum und seinem sozialen Umfeld in den Mittelpunkt stellen. Sie versteht psychische und psychosomatische Symptome als Ausdruck von Adaptationsleistungen des Individuums an die Umwelt. Symptome sind somit Ausdruck von zwischenmenschlichen und anderen psychosozialen Konflikten und können auch als biologische Stressindikatoren angesehen werden.
Ziel systemtherapeutischer Arbeit ist es, stagnierende Entwicklungsprozesse in Gang zu bringen, indem systemeigene Kräfte und Möglichkeiten aktiviert und unterstützt werden.

Akzeptanz-Commitmenttherapie (ACT)

Die ACT bedient sich der Prozesse der Akzeptanz und der Achtsamkeit sowie derjenigen des Commitments[1] und der Verhaltensaktivierung, um psychische Flexibilität zu fördern. Sie versucht, Sprache und Kognition des Menschen unter bessere kontextuelle Kontrolle zu bringen und so die Repertoire begrenzenden Effekte zu überwinden, die auftreten, wenn man sich übermässig auf einen Problemlösungs-Geistesmodus stützt, sowie eine offenere, zentriertere und engagiertere Lebenseinstellung zu fördern. (Hayes et al., 2014, S. 131)

Emotionsfokussierte Therapie (EFT)

Die EFT basiert auf der Annahme, dass Emotionen der Motor unserer psychischen Aktivität sind. Emotionen bestimmen unser Selbsterleben, unser Denken und Verhalten sowie unsere Erwartungen und Erinnerungen. Emotionen sind unser primäres Referenzsystem, an dem wir uns orientieren und welches uns über unsere Wünsche, Ziele und Bedürfnisse informiert. Aus diesem Grund geht die EFT davon aus, dass Emotionen grundsätzlich adaptiv sind. 


[1] Commitment zu deutsch: konkrete Handlungsabsichten, engagiertes sich Verpflichten


Praxis am Giessereiweg, Giessereiweg 9, 3007 Bern
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